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| Christoph Prigge trumpft noch einmal auf |
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VfL Horneburg – HSG Varel II 30:34 (15:18)
Der VfL Horneburg verabschiedet sich anständig aus der Oberliga Nordsee und bedankt sich gleichzeitig bei allen Fans und Befürwortern des gehobenen Handballsports. Gegen die mit Zweitligaspielern gespickte HSG Varel II gab es am Ende eine gut zu verschmerzendende 30:34-Heimniederlage. Die 1. Herren verabschiedet nach Platz sieben „freiwillig“ aus der Oberliga Nordsee und wird sich neu formieren müssen.
Das Sportliche: Die HSG Varel II musste unbedingt punkten, um nicht abzusteigen. Nichts einfacher als das! Doppelspielrecht heißt die Lösung! Vor einer Woche noch gegen den Tabellenletzten verloren, zeigte sich die „neue“ Truppe mit sieben Spielern aus der zweiten Bundesliga mit logischerweise ganz anderem Gesicht. „Aber wir wollen nicht jammern, sondern die Herausforderung annehmen“, hieß das Vorwort von Teammanager Olaf Matthies. Die Spieler des VfL hatten die Parole verstanden und gingen von Beginn an beherzt zur Sache.
Nach zwanzig Minuten hatte Benno Hagen das 11:11 erzielt und die Hoffnung genährt, dass sich der VfL mit einem Erfolg gegen die Bundesligareserve verabschieden könnte. Die HSG war jedoch topmotiviert und hatte mit Spielern wie Kalafut, Coors und Bötel wahre Shooter in ihren Reihen. Der VfL hatte in Überzahl sogar die Chance zur Führung, doch genau in diesen Situationen schwächelte Horneburg. Nicht nur dem Gastgeber, sondern auch den Schiedsrichter schien die Partie in einigen Situationen zu flott und es schlichen sich Fehler ein, die der HSG in die Karten spielten. Tor um Tor setzte sich Varel ab und ging mit 18:15 in die Halbzeitpause.
In der zweiten Hälfte erwies sich der VfL Horneburg zwar als willensstark, doch die HSG hatte stets die richtige Antwort parat. In Halbzeit eins erzielte Morten Christensen sieben seiner insgesamt neun Treffer und hielt damit sein Team im Spiel. Timo Meyn, Arne Zschorlich und Dennis Grote wurden später zu starken Torschützen, doch Varel erstickte alle Bemühungen des VfL im Keime und ging mit dieser Topbesetzung am Ende verdient als Sieger vom Spielfeld. Ole Winter rackerte wie in der gesamten Saison eindrucksvoll und steuerte drei Buden für sein Team bei. Auch unsere Keeper Sören Scholvin und Maxi Alpers stemmten sich gegen die Niederlage – leider vergebens. In den Schlussminuten durfte sogar unser Co-Trainer und Torwarturgestein Christoph Prigge als Linksaußen seine Qualitäten unterstreichen. Nach einem Einläufer und herrlichem Mortenanspiel erzielte er seinen Treffer und avancierte zum Spieler des Tages. Mit dem 30:34-Endstand fällt nun die Klappe für den VfL Horneburg in der Oberliga Nordsee und gleichzeitig ist es der Aufruf für den Neuanfang. Die Zuschauer applaudierten wie in besten Zeiten und genossen noch einmal die Oberligaatmosphäre.
Vor Beginn der Partie verabschiedete Olaf Matthies jeden Spieler persönlich und insbesondere die Danksagung an Christoph Hagedorn ging mächtig an die Nieren. Es wurde spätestens zu diesem Zeitpunkt jedem Anhänger klar – hier geht etwas ganz Großes in einen Winterschlaf hoch drei. Wir wünschen uns sehr, dass mit der neuen Führungscrew die neuen Herausforderungen gelingen und wir schon bald wieder ambitionierten Handballsport erleben dürfen. An dieser Stelle bedankt sich die Teamführung der 1. Herren noch einmal bei allen Fans, den engagierten Helfern im Team, den Trainern, den Spielern und den vielen Sponsoren, die uns hoffentlich auch in der Zukunft beim Neuaufbau unterstützen.
VfL Horneburg:
Scholvin, Alpers, Prigge 1, Meyn 4, Schalk, Winter 3, Grote 4, Tiessen-Fänger, Zschorlich 6, Christensen 9/1, Tensdahl, Krause, A. Usadel, A. Usadel, Hagen 3, C. Hagedorn
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